Formel F Wirtschafts Lounge

Der Chef trägt Prada

Wir sind sowas von im Trend

Rosely Schweizer - Bild Christian Melzer"Als ich aufwuchs warb Oetker noch mit den zwei Lebensfragen einer Frau: was soll ich anziehen, was soll ich kochen, kein Wunder also, dass Frauen damals nicht in erster Linie wirtschaftlich dachten erzählt Rosely Schweizer den Damen der formel f Wirtschaftslounge im Forum der Wiehler Volksbank.

Formel f Vorsitzende Birgit Steuer freute sich die Volkswirtin, Politikerin und erfolgreiche Unternehmerin Rosely Schweizer im Kreis derIngo stockhausen, Alex Pesch und Manfred Schneider selbständigen Damen Oberbergs begrüßen zu können. Landrat Hagen Jobi war begeistert über die Ausstrahlung und den Elan der ältesten Oetkertochter und Volksbankchef Ingo Stockhausen konnte sich Angesicht der vielen erfolgreichen Bankerinnen im Unternehmen ein Grinsen nicht verkneifen, als Schweitzer verdeutlichte: der Chef trägt Prada.

 

Dabei bestach Schweizer insbesondere durch eine erfrischend pragmatische Sichtweise. So ging sie sowohl realistisch auf die Problematik der Vereinbarkeit von Kindern und Schweizer und Moderatorin Alex PeschBeruf ein, machte aber auch deutlich, dass falsche Bescheidenheit insbesondere von Frauen im Geschäftsleben, häufig als Schwäche ausgelegt wird und deshalb nicht angebracht wäre.  „Meine Großmutter sagte zu mir: Ach weißt Du Kind, ob mir ein Mann in der Straßenbahn seinen Platz anbietet, ist mir ganz egal, er soll mir einen Sitz in seinem Aufsichtsrat anbieten!“

So fordert die CDU Politikerin Schweizer auch eine Quotenregelung. „Eine notwendige Krücke“, so die Unternehmerin.

Grundlage wirtschaftlichen Erfolges sei nach wie vor eine fundierte Ausbildung. Schweizer Lehrmeisterin und Mentorin war ihre Großmutter Käte Ahlmann. „Sie diskutierte mit mir, sie nötigte mich unsere Gäste zu begrüßen, Sie schenkte mir ein Aktienpacket und brachte mich dazu die Zusammenhänge von Politik und Wirtschaft zu verfolgen und zu verstehen“, so Schweizer.  Was heute vielfach mit imposant klingenden Begriffen wie Corporate Social Responsibility oder Reputationskapital betitelt wird, lebte Käte Ahlmann.“Wir tauschten Bierflaschen gegen Apfelsaft im Betrieb aus und brachten die Apfelernte zu den Arbeiterfamilien“, erinnert sich Schweizer gerne.

Ahlmann gründete 1956 den Verband von Unternehmerinnen. „Das waren tolle Frauen. Kaum eine war für die Aufgaben ausgebildet, die durch den Tod von Brüdern und Vätern im Krieg auf sie zugekommen waren. Aber alle haben die Verpflichtung ihren Mitarbeitern gegenüber empfunden und die Herausforderung angenommen. Sie haben sich gegenseitig geholfen, Probleme miteinander besprochen – Männer haben ja keine Probleme – sich in der Politik gemeinsam zu Wort gemeldet und in vieler Hinsicht Ihnen, den Unternehmerinnen von heute, den Weg geebnet“, verdeutlicht Schweizer die Pionierleistung. Diese Solidarität und der Beratene Moment haben später auch zur Gründung einer Käte Ahlmannstiftung geführt. „Schließlich hat nicht jeder so eine Großmutter“, weiß Schweizer.

Die Unternehmerinnen der formel f

Die Stiftung unterstützt junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit einem Mentorin Programm in der Selbstständigkeit. „Dabei ersetzen wir weder Steuerberater noch Anwalt, sondern wollen im Gespräch Impulse geben und vielleicht einmal eine andere Sichtweise auf Probleme aufzeigen“, so Schweizer.   Sie weiß wovon sie spricht.“ Ich habe eine Wäscherei eröffnet, - mein Mann fand mit einer Boutique würde ich den Geschmack meiner ländlichen Heimat Murrhardt nicht treffen“, grinst Schweizer. „Ein Unternehmen an dem ich allabendlich kalkulierte, am Samstag den Wochenenddienst übernahm um die Belegschaft zu entlasten und das nach 10 Jahren gut 10.000 Mark Miese eingespielt hatte.“ Verbucht hat dies die Unternehmerin als `wertvolle Erfahrung`. Erfahrungen die Sie ebenso wie die langjährige Leitung der Sektkellerei Henkel oder Ihre Beiratstätigkeit im Oetkerkonzern heute selber als Mentorin weitergibt. „Wir möchten Sie ermutigen eigene Entscheidungen zu treffen“, appelliert Schweizer an die unternehmerische Damenwelt. „Die Wirtschaft braucht uns. Teams aus Frauen und Männern sind besser und effektiver, das hat auch die Wirtschaft gemerkt“, macht die Volkswirtin auf die weiblichen Qualitäten nachdrücklich aufmerksam. „Wir sind sowas von im Trend“, strahlt Schweizer überzeugend.

 

„Ich bin begeistert, von dem Enthusiasmus und nehme manch Anregung mit nach Hause“, so Birgit Steuer von der Wirtschaftsförderung. Brigitte Quercia Naumann, selbst erfolgreiche Teilnehmerin des Mentoringprogramms wirbt um Unterstützung des Freundeskreises der Stiftung:“ Mentoring hat mich unternehmerisch gestärkt und ich werbe für ein erfolgreiches Modell der Solidarität. Hier sollte jede Unternehmerin Mitglied werden, die Idee unterstützen.“

 

Käte Ahlmann Stiftung

Freundeskreis der Käte Ahlmann Stiftung

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie auf wiehl.de - bei Christian Melzer und in unseren Onlinealben

 

 

Upcoming Event:

„Die Käte Ahlmann Stiftung und die Erfolgsfaktoren
familienorientierter Unternehmensführung“

Rosely SchweizerHochkarätigen Besuch erwartet das Unternehmerinnen Netzwerk- formel f am 1.Juli in der Volksbank Wiehl. Zum Thema  `Erfolgsfaktoren familienorientierter Unternehmensführung´ hat sich als Referentin Rosely Schweizer angesagt. Die Volkswirtin und älteste Oetker-Tochter stand noch bis zum Jahreswechsel dem familieneigenen Konzern vor, bevor Sie turnusmäßig das Zepter an Ihren Bruder übergab. Als Beiratsvorsitzende des Oetker Imperiums mit gut 9 Milliarden Euro Umsatz und über 24.000 Mitarbeitern gehört sie zu den einflussreichsten Frauen Deutschlands. Dabei brilliert der Konzern schon lang nicht mehr nur in der `Back -und Pulverbranche´- auch wenn die öffentliche Wahrnehmung dafür spricht-, sondern ist heute in sechs Feldern aktiv, besonders in der Schifffahrt, bei Nahrungsmitteln, Bier, Sekt und Finanzdienstleistungen. Der Henkell & Co. Sektkellerei KG steht Schweizer auch heute noch vor.

Käte Ahlmann Stiftung

Käte und Rosely Der Grundstein für ihre wirtschaftliche und politische Karriere wurde in Rendsburg gesetzt. Hier ging Rosely Schweizer zur Schule und hier führte Ihre Großmutter Käte Ahlmann,eine Unternehmerwitwe, die Eisengießerei ihres Mannes. Prägende Erfahrungen einer ebenso resoluten, wie sozialen Unternehmerin, die Gründungsmitglied und die erste Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen wurde. Ihr zu Ehren gründete Schweizer  2001 mit 18 Unternehmerinnen gemeinsam mit der ACO Severin Ahlmann GmbH & Co. KG und der Dr. August Oetker KG und mit Unterstützung des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU) die Käte Ahlmann Stiftung. Die Stiftung fördert insbesondere die Berufsbildung und die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Wirtschaftsleben.

Quotenregelung

Neben Ihrem wirtschaftlichen Engagement ist und war Schweizer aber auch politisch aktiv. Als Gemeinderatsmitglied im heimischen Murath,  im Bundesvorstand des Wirtschaftsrates der CDU und als baden-württembergischen Landesvorsitzende  und Landtagsabgeordnete. Dabei loben politische Wegbegleiter Ihre diplomatischen Fähigkeiten, müssen aber auch hinnehmen, dass Rosely Schweizer Unternehmer in die Pflicht nimmt. So forderte Sie stets auf, sich politisch zu involvieren und ist zudem eine Verfechterin der Quotenregelung- „Sie könne die Männer ja gut verstehen, die die Macht hätten und nicht freiwillig zurück stünden“ erklärte Sie dazu der Stuttgarter Zeitung.

Eine engagierte Frau, die sich eingebracht hat in die Gesellschaft, die von der Familie profitierte, aber auch Ihre Kompetenz einbringt. Eine Volkswirtin die Engagement nicht nur schätzt, sondern einfordert. Eine Politikerin die klare Vorstellungen hat, aber sich nicht auf  einen Mainstream reduzieren lässt.

Erwarten dürfen die Unternehmerinnen der Region spannende Berichte, Gespräche und einen Erfahrungsaustausch rund um einen der komplexesten Konzerne des Landes, einer familienorientierten Unternehmensführung und dem deutschlandweiten Mentoringprojekt der Käte Ahlmann Stiftung.

Donnerstag 01.Juli 2010, 19.00 Uhr

Volksbank Oberberg eG, Bahnhofstraße 3, 51674 Wiehl

10 € Eintritt - begrenzte Teilnehmerinnenzahl

Begrüßung:

Ingo Stockhausen, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Oberberg eG
Schirmherr Landrat Hagen Jobi
Gastreferentin: Rosely Schweizer, Vorsitzende der Henkell & Co. Sektkellerei KG
Moderatorin: Alex Pesch, Redakteurin bei Radio Berg

10 € Eintritt - begrenzte Teilnehmerinnenzahl

Die Eintrittsgelder in Höhe von 10 Euro kommen dem kreisweiten Projekt `Kein Kind ohne Mahlzeit´ zugute.

Sollten Sie als bergische Unternehmerin keine Einladung erhalten haben, so wenden Sie sich bitte an die Vorsitzende der formel f Birgit Steuer 02261 886866 – email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Vita Rosely Schweizer - Käthe Ahlmann Stiftung  - Der Oetker Konzern

Verband deutscher Unternehmerinnen - Deutscher Kinderschutzbund

Presse:

HandelsblattStuttgarter-Zeitung - Deutscher Gründerpreis  - existenzielle - Stern

 

 

formelf

Die Frauen Wirtschafts Lounge : formel f

Gegründet im Herbst 2006 bietet das formel f Team Unternehmerinnen eine Plattform, auf der Sie sich und Ihr Unternehmen darstellen können, mit anderen Unternehmerinnen im regen Austausch stehen und konstruktive Gesprächs- und Geschäftskontakte knüpfen können.

 

Die Oberbergische Wirtschaftsförderung hat die Idee der Frauen von Beginn an begleitet und unterstützt und bietet ihr unter ihrem Dach weitreichende Möglichkeiten.

Neben regelmäßigen Treffen, lädt die formel f und die Wirtschaftsförderung des Kreises Unternehmerinnen zur formel f Lounge ein. Einem Abend, der neben Fachvorträgen ausgesuchter Referentinnen auch die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen und regem Austausch der Unternehmerinnen bietet.

Past Event: Business Speed Dating - für Unternehmerinnen 

Upcoming Event: formel f Lounge zu Gast bei der Volksbank Wiehl

Die vergangenen Veranstaltungen war mit jeweils gut 100 geladenen Gästen sehr gut besucht. Referentinen wie Finanzberaterin Dr. Mechthild Upgang, Hotelier Dagmar Lorenz, Unternehmensberaterin Eva Kanis oder die Preisträgerin des Lady Business Award 2004 Anne Koark, trugen ebenso wie Moderatorinnen wie Chefredakteurin Claudia Schall und Alex Pesch von Radio Berg zu einem erfolgreichen Abend bei.